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Das IVU-FAR-Verfahren und
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![]() Die Pilotanlage in Großkayna/Sachsen-Anhalt |
Die Pilotanlage Großkayna ist zur Herstellung von Straßenbau, Deponiebau- und Stollenversatzstoffen aus Kraftswerkfilteraschen bzw. Reststoffen der Kraftwerkstechnik konzipiert. Das Produkt wird einbaufertig geliefert.
Durch die multifunktionale Auslegung der Anlage können im großtechnischen Maßstab (d.h. ca. 150 t EFA / Schicht) sowohl Verbrennungsprodukte technologisch unterschiedlich ausgerüsteter Energieerzeuger als auch geographisch unterschiedlicher Abbaugebiete und Flöze aufgearbeitet werden. Damit ist die Verarbeitung aller herkömmlichen Aschen gewährleistet. Weiterhin erlaubt die Anlage die Durchführung umfangreicher Versuche mit allen anfallenden Aschen hinsichtlich der Verarbeitungsfähigkeit und Einstellung der Qualitätsparameter. Letzteres geschieht unter kompetenter wissenschaftlicher Begleitung.
Ein hochentwickeltes anlageninternes Recyclingprogramm ermöglicht alternativ die Herstellung eines Verbundproduktes aus Asche und anderen Recyclingmaterialien. Aufgrund des patentierten Ascheaushärtungsprozesses findet eine Materialversiegelung statt, die sich insbesondere für die Beimischung hochkontaminierten Reststoffe anbietet.
Ferner ist die Anlage mit einem verketteten Meßsystem ausgestattet, um das Aufarbeitungsoptimum sowie Fehlergrenzen meßtechnisch erfassen und rechnergestützt auswerten zu können.
Die Möglichkeit, Aschen unterschiedlicher Beschaffenheit in großtechnischen Versuchen auf die gewünschte Mischfähigkeit und Produktqualität einzustellen, führt zwangsläufig zu Fehlchargen. Diese werden über das erwähnte Recyclingprogramm in den Produktionsablauf zurückgeführt und verwertet. Damit arbeitet die Anlage grundsätzlich und unter allen Betriebsbedingungen abproduktfrei.
Darüber hinaus ist die Anlage mit einem Reinigungs und Oberflächenwasserrückgewinnungssystem versehen, es entstehen keine technologischen Abwässer. Ebenso werden mit Hilfe einer Prozeßnaßentstaubungsanlage Dampf und Staubemissionen in einem geschlossenen Kreislauf niedergeschlagen und einer erneuten Nutzung zugeführt.
Die IVU-FAR-Anlagentechnologie ist für den ganzjährigen Betrieb, also unabhängig von extremen Witterungsbedingungen, ausgelegt.
Die Anlage Großkayna stellt ein Grundmodul dar, auf dessen Basis alle weiteren
Ascheverwertungsanlage nach kundenspezifischen Anforderungen geplant werden. In diesem
Zusammenhang ist der hohe Automatisierungsgrad der Anlage hervorzuheben, eine wichtige
Voraussetzung für den wirtschaftlichen Betrieb jeder Folgeanlage.
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![]() Mischer der Pilotanlage in Großkayna |
Das IVU-FAR-Sorbent ein Wirtschaftlichkeitsfaktor
erster Priorität . . .
Rauchgasentschwefelung ist ein ökologisches Muß und deshalb von engen gesetzlichen Auflagen begleitet.
Diese Tatsache führt zu maßgeblichen Kostenstellen, die sowohl in der Anlageninstallation als auch in der Betriebskalkulation Niederschlag finden. Letztere wird insbesondere durch den i. d. R. hohen Kalkbedarf und die Aufbereitung des Kalkes mittels teurer Mahltechnik belastet.
Mit Einsatz des lVU-FAR-Sorbents wird es möglich, bei der Anwendung von trockenen und halbtrockenen Entschwefelungs oder Wirbelschichtverbrennungsverfahren eine erhebliche Reduzierung der genannten Kosten zu erzielen Darüber hinaus führt die Umwandlung der nach dem FAR-Entschwefelungsprozess gewonnenen hochwertigen Matrix-Aschen in den ökonomischen attraktiven ökologischen Baustoff DISPERGAT zu sehr interessanten Ertragsmöglichkeiten.
Was heißt das?
Grundsätzlich basiert die Herstellung des IVU-FAR-Entschwefelungssorbents auf dem IVU-Ascherecyclingprinzip.
Der maßgebliche Unterschied liegt darin, daß der aufzubereitenden Asche vor der eigentlichen Behandlung über den Conti-Mischer Kalk beigemischt wird, welcher eine Korngröße bis zu 8 mm haben darf.
Der teure Kalk-Feinmahlprozess kann damit entfallen.
Die Dosierung der Kalkbeimischung richtet sich nach dem gegebenen Entschwefelungsgrad bzw. der diesbezüglichen Beschaffenheit des Brennmaterials.
Mit Einleitung des befeuchteten Asche-Kalkgemischs in das Behandlungselement beginnt der Aufbereitungsprozess, welcher durch die (kontrollierte) Eigentemperaturentwicklung der Asche zu einer Zerlegung des Kalkgranulats führt.
Im Verlauf der ca. 50-minütigen Behandlung übernimmt jetzt die Asche eine Trägerfunktion für das entstandene Kalkmehl. Mit Ansiedlung des Kalkmehls auf dem Träger erfolgt die gewünschte Vervielfachung der Kalkoberfläche.
Mit Verlassen des Behandlungselements ist das zwischenlagerungsfähige Sorbent einsatzbereit und wird dem Verbrenngsprozess zugeführt.
Das erzielte Aufbereitungsergebnis verkörpert zwei wesentliche ökologischökonomische Faktoren:
a) die erfolgte Oberflächenvergrößerung bewirkt eine Erhöhung der Entschwefelungseffizienz
b) die bisher benötigte Kalkmenge kann je nach Gegebenheiten bis auf ca. 50% reduziert werden.
Wiederum in Abhängigkeit von den örtlichen technischen und physikalischen Gegebenheiten kann allein auf dieser Basis eine Amortisation der notwendigen IVU-FAR-Anlageninvestition in drei Jahren erzielt werden.
Ein wirtschaftlich nicht weniger interessanter Aspekt betrifft die bereits erwähnte Tatsache, daß die Anwendung des IVU-FAR-Entschwefelungssorbents nach dem Entschwefelungsdurchlauf in Verbindung mit der normal anfallenden Asche eine hochwertige MatrixAsche verfügbar macht.
Diese Asche kann nach erneuter IVU-FAR-Behandlung bei einer weiteren Einsparung von Kalk einem zweiten Entschwefelungsdurchlauf zugeführt, oder aber aufgrund der schon beim ersten Durchlauf entwickelten guten Verfestigungseigenschaften als DISPERGAT-Baustoff eingesetzt werden.
IVU-Sorbentaschen erreichen durchaus Druckfestigkeiten bis zu 40 Mpa.
Die charakteristisch behandelte Filterasche ist nach einem technologischen Durchlauf von ca. 50 Minuten transport und silolagerungsfähig. Zeitlich beliebig abrufbar wird dieses Material einer modifizierbaren Endbehandlung unterworfen, die vom Verwendungszweck des Produktes ausgeht. Nachfolgend einige Beispiele:
Wichtige Kriterien der IVU-Verfahrenstechnik sind die stabil erreichbaren mechanischen und bauphysikalischen Eigenschaften der Endprodukte ( Druckfestigkeit, Wasserfiltration, Unterwasserlagerbeständigkeit, Eluationsverhalten in erhärteten Proben etc.)
Das Material muß im erhärteten Zustand der LAGA 1 oder Z 2 zuordnungsbar sein und somit den Bestimmungen der Abfallaufarbeitung zu einerlei Wertstoff genügen.
Gerne stehen wir Ihnen vor diesem Hintergrund in der Beratung als auch in der praktischen Umsetzung zur Verfügung.
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